21.May.2012 Nachtrag: Pure Data Patching Circle
Letzten Montag, am 14.5., fand als Folge des Pure Data-Workshops ein sog. Patching Circle statt. In kleiner, aber netter Runde wurde probiert, palavert, geplant. Bald wieder!
| Stereo Sanctity | music.interactive fiction.general mayhem. |
Letzten Montag, am 14.5., fand als Folge des Pure Data-Workshops ein sog. Patching Circle statt. In kleiner, aber netter Runde wurde probiert, palavert, geplant. Bald wieder!
Gestern ging die Blutbilder-Ausstellung im iRRland mit einer überaus erfolgreichen Auktion zu Ende. Man kann die Ausstellung nur als einen sehr großen Erfolg bezeichnen. Die Vernissage am Mittwoch war so schön, dass noch spontan unser Hörspiel “Beer Slowly And Pee” dem ausgesuchten Publikum präsentiert wurde; die Lesung am Donnerstag: Ein Riesenspaß, so gut habe ich Herrn Schenkel noch nicht erlebt; das durchgeknallte Else Girls-Konzert, auf dem wir die erste iRRland-Vinyl-Veröffentlichung, “Pop In Der Frisur” präsentierten, ließ einen Gast, offensichtlich angespornt durch die bescheuerten Klamotten der Band, eine indische Trommel von zu Hause importieren. Und die Auktion am Fußball-Abend übertraf unsere bescheidenen Erwartungen sehr deutlich. Kurzum: Vier Tage Florian Schenkel bzw. Peter Blut galore, ein echtes Fest.
Aus dem Newsletter:
Nach dem letzte Woche sogar der Bundeskanzler da war (allerdings nur, um Bier zu mopsen), fährt unser gallisches Textadventuredorf kommenden Donnerstag dickere Geschütze auf:
Anwesend werden sein:
Michael Baltes, mehrfach preisgekrönter Autor wunderbarer Textspiele (Ares, Mariel, Homunculus), und
Martin Barth, Mitbetreiber der illustren ifwizz-Webseite.
Wer also nach Beweisen sucht, dass es eine tatsächliche Szene für unser obskures Lieblingshobby gibt, wird fündig werden.
Wir (El Holgre und Herr Stadtgorilla) treffen uns für gewöhlich so um sieben, meistens gibt’s was vom Inder umme Ecke, und dann spielen wir über Beamer zusammen bei gekühlten alkoholischen oder nichtalkoholischen Getränken seltsame, spannende, abgefahrene Spiele, die aus Text bestehen, oder schwadronieren drüber. Und ob ihr’s glaubt oder nicht: Wir haben großen Spaß dabei!
Wer nicht weiß, was der Quatsch soll oder überzeugt werden will, sieht sich bitte mal auf folgenden Seiten um:
http://www.youtube.com/watch?v=YCpr_QHAqks
http://www.youtube.com/watch?v=LRhbcDzbGSU
Alles weitere gern per Mail an colin@stereosanctity.org
iRRland, Bergmannstr. 8, ab 19h. Tram 18/19 bis Schrenkstr.
EVERYONE’S INVITED, WIR FREUEN UNS ÜBER BESUCH
Wie angekündigt nahmen wir dieses Mal eine Pause von unseren Verpflichtungen in Cthulhu-London und versuchten uns an interaktiven Texten in deutscher Sprache.
Unsere Wahl fiel erst Mal auf “Ein Fall in Jashpur” von Oliver Berse; in unserer Runde wollte jedoch zu Beginn nicht so recht Stimmung aufkommen, und auch die Aussicht auf eher detektivisches Analysieren ließen uns das sicher interessante Spiel für’s erste beiseite legen.
Daraufhin wagten wir tatsächlich, ein Spiel mit dem Titel “P. Mason und der Schlitzerhans und die Busenkathi” in den Interpreter zu legen. Meine Angst vor einem pseudowitzigen Pubertätserguss war allerdings völlig unbegründet; ganz im Gegenteil hat uns das Spiel, oder der interaktive Fernsehabend” von der ersten Sekunde begeistert und mal wieder eine Lektion über die Stärken und Möglichkeiten von Interactive Fiction erteilt, gerade auch kollektiv. Kein Pennälerhumor, sondern genuin saukomisch.
Das Setting versetzt den Spieler in ein österreichisches Wellness-Hotel, genauer gesagt in eine nach Orangen und Rosen duftende Badewanne. Leider wird das Sinnesvergnügen durch einen Mord gestört. Nachdem der Protagonist (ein Fernsehkommissar) den ganzen Spaß nicht der Polizei überlassen möchte, beginnt er mit Ermittlungen zwischen Frigidarium und Heubad, Minibar und Tenniscourt und stößt rasch auf die Legende vom Schlitzerhans, auf dessen Spur er sich zur Alm der Busenkathi durchschlägt, vorbei an Touristen und Öko-Freaks, deren Dialekt als special feature untertitelt werden kann, um nach einem abenteuerlichen Finale den Fall erfolgreich zu lösen.
Die Handlung ist spannend, die Rätsel logisch und recht einfach zu lösen, ohne zu langweilen, aber die meisten Punkte macht das Spiel mit der bissig-satirisch bis völlig bescheuerten Darstellung der alpinen Erlebniswelt; der Blödsinn ist offensichtlich tief implementiert, wir haben uns ständig bekugelt bei den Parserantworten. Die Sahnehaube besteht in den eingestreuten Werbeunterbrechungen, die den alltäglich ausgestrahlten Stumpfsinn so schön ins Absurde gleiten lassen, dass man eingentlich von Lyrik sprechen muss.
Ein extrem unterhaltsames, sehr gut gemachtes (inkl. ausführliches Hilfesystem mit witzigen Backgroundinfos) Spiel, das man nur jedem Interessierten, auch Anfängern, wärmstens empfehlen kann; am Ende bleibt nur ein kleines Rätsel offen: Wer ist diese Sophie Frühling, und warum gibt’s nicht mehr von dem Zeug?
Wer mag, kann unsere Abenteuer nachlesen: busenkathi script
…schweißgebadet entsteigen wir einer Zelle im Londoner Irrenhaus Bedlam, wo wir einen verrückt gewordenen Barden besuchten, nachdem wir bei der Premiere von Shakespeares Hamlet ersteren nur knapp erretten konnten. Puh! Seid beim nächsten Mal dabei! Script von heute anbei, vom letzten Mal unter diesem Post.

Die diesjährige Spring Thing-Competition für Interactive Fiction hat ihre Pforten geöffnet! Eingereicht wurden drei-äh vier Spiele. Alles weitere unter
…in der Galerie Kullukcu am Freitag. Ursprünglich ein unspielbares Stück von Karl Kraus aus dem Kontext des ersten Weltrkieges, machen Bülent Kullukcu, Anton Kaun und Dominik Obalski eine sehr intensive Theaterinstallation draus. Unter Einsatz mehrerer Kameras, Platiksoldaten, Raumschiffen, von Computern und runtergepitchten Menschen verlesener Texte und Synthesizern wird ein schweres, undurchdringliches Amalgam über den Krieg und den Menschen an sich synthetisiert, das man nicht verpassen sollte. Letzte Vorstellung am 15.4., bitte hingehen.
Sehr spannender Abend gerade im iRRland bei unserer wöchentlichen Textadventureveranstaltung! Wir haben uns an Jimmy Maher’s Monumental-Opus “The King Of Shreds And Patches” versucht und klebten förmlich am Videobeamer. Selten so ein poliertes und gut gemachtes Spiel gespielt. Kann kaum bis nächsten Donnerstag warten, wenn wir wieder auf der Suche nach William Shakespeare durch’s London von 1603 spazieren dürfen…
Anbei unser Script, falls wer einsteigen will.
Aus den Ruinen eines gescheiterten Filmprojekts haben wir, angestachelt von einem Einsendeschluss, aus zwei spontanen Sessions in einer tour de force ein musikalisches Hörspiel gezimmert. Ähnlichkeiten mit vorhandenen Bands sind nicht ganz ausgeschlossen. Unsere Stargäste Gerhard Lassen und Thomas Glatz mindestens kongenial. Demnächst Making-of-Fotos. Wurde am Mittwoch beim Salzstangensalong welturaufgeführt, der in einem Tumult endete. Keine schlechte Bilanz bisher.