IF Grand Prix 2014 Reviews: Malony und die verschwundenen Knochen

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Eigentlich ist meine Review spoilerfrei und enthält nur allgemein gehaltene Betrachtungen, aber wer nicht mal vorab wissen will, welchen Genres das getestete Spiel ist: BEWARE!!!!!!

 

 

 

 

 

Malony und die verschwundenen Knochen (Nom de plume: Canis Lupus) ist ein Twine-basiertes Spiel mit handgezeichneten Grafiken im Comic-Stil. Man spielt einen sehr frei an Philip Marlowe angelehnten Ermittler, der einen ziemlich irren Fall in ländlicher Gegend zu lösen hat. Meine Vorbehalte gegenüber choice-basierten Spielen und meine Angst vor Pennälerhumor waren unbegründet: Text und Zeichnungen schaffen eine skurril-witzige und stimmungsvoll-düstere Atmosphäre, die einen über die kurze Spielzeit (habe etwa eine halbe Stunde gebraucht)an das Gerät seiner Wahl bindet, obwohl rein spielerisch nicht viel geboten ist: Es genügt, alle Orte regelmäßig abzuschreiten und alles auszuprobieren, dazu winkt das Spiel desöfteren mit dem Zaunpfahl. Die seltsamen und komischen Charaktere dieses Whodunnits haben mich nichtsdestotrotz und unerwarteterweise gut unterhalten, nicht selten fühlte ich mich an den verrückten Humor von „P. Mason  und der Schlitzerhans und die Busenkathi“ erinnert, und das ist nun wirklich beste Gesellschaft. Ich vergebe Note XXX(ist das erlaubt?), auch wenn Herr Oberlehrer einige Kommafehler fand. Der soll einfach die Klappe halten. Fühle mich fast versucht, alles noch mal durchzuspielen und noch mehr auszuprobieren, vielleicht haben sich ja ein paar Ostereier versteckt. Für mich überwiegen Atmosphäre und Charaktere gegenüber vermeintlichen spielerischen Schwächen, ich will eine Fortsetzung!