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The Small Underground Empire: Rückblick und Vorschau

Vergangenen Donnerstag war’s vergnüglich in unserem Textbunker; wir begrüßten einen virtuellen Neuzugang aus Heidelberg (Hallo!), spielten unter Anleitung des Autors das erste Spiel der Alex and Paul-Reihe und setzten die Adam Cadre-Gedächtniswochen mit Shrapnel fort, bei dem wir griechischen Besuch aus dem IFMud bekamen.

Wie es diese Woche weitergeht, kannst du hier mitbestimmen. Der Vollständigkeit halber müssten wir uns die übrigen Cadre-Spiele vornehmen, also Textfire Golf, Lock And Key und Narcolepsy, aber alles ist möglich. Auch Alex and Paul sollte man nicht außer Acht lassen.

 

Also auch diesen Donnerstag wieder ab sieben im iRRland und im Internetz: Seltsame Hobbies galore, ihr Kinderlein kommet.

Muss leider absagen für diese Woche.

Mögliches neues Feature: In den Kommentaren Kurzbewertungen der Spiele von den Teilnehmern. Wenn gewünscht. Ich fang mal an.

Sommerpause beendet: Raus aus den Badelatschen, rein ins Labyrinth!

Dem Labyrinth des Minotauros mithilfe meines Smartphones entronnen, beende ich hiermit offiziell die Textadventure-Sommerpause und rühre die Werbetrommel für den kommenden Donnerstag, da kann man wieder ab sieben Uhr im iRRland in der Bergmannstraße 8 abhängen, Getränke zu sich nehmen, heiße News aus der Welt der interaktiven Literatur austauschen und gemeinsam spielen. Die Adam Cadre-Gedächtnis-Wochen könnten mit “Shrapnel” weitergehen, oder wir widmen uns dem Dungeon Hack-Experiment Kerkerkruip, das gerade in Version 3 erschienen ist, oder was ganz anderes. Dazu vielleicht ein kleines Minispielchen als Starter. Wenn gewünscht, bestellen wir uns was zu essen, bevor’s los geht. Das Ganze wie immer auch gestreamt über Google Hangout, bei Interesse bitte einfach melden. Zum Sweet Spot kommt ihr ganz einfach mit der Tram 18/19 zur Schrenkstraße oder U4 bis Schwanthaler Höhe.

Nachtrag: Hier kann man über das Programm diskutieren.

Do. 30.8.2012, iRRland, Bergmannstr. 8, München, 19 Uhr.

The Small Underground Empire für den 2.8.

Alle normalen Menschen sollten sich ab Donnerstag natürlich zum glok.fest begeben, für die Textadventure-Freaks gibt es hingegen auch diese Woche wieder die Möglichkeit, gepflegt abzuhängen. Nach dem Riesenspaß, den wir letzte Woche mit “Varicella” von Adam Cadre hatten, werden wir uns wohl sein Erstlingswerk “I-O” vornehmen, davor einen kurzen Appetizer, der noch bekannt gegeben wird. Hier kann man mitdiskutieren.

Wie immer gilt: Mehr Info hier, Donnerstag, Start um 19:00, iRRland, Bergmannstr. 8, oder im Internetz auf google+ mit Steve Robotnik aufnehmen.

Gestern bei The Small Underground Empire

Man wird ja gemeinhin belächelt, wenn man öffentlich zugibt, sich mit Textadventures zu beschäftigen. Wenn man jede Woche ein (eigentlich) öffentliches Treffen zum Spielen derselbigen veranstaltet, wird man für verrückt erklärt. Von jetzt an werde ich entgegnen: Spielt Varicella, dann wisst ihr warum.

Gestern war also quasi Adam Cadre-Themenabend bei TSUE; wir haben uns zunächst das volle Interview mit ihm aus Jason Scotts GET LAMP-Fundus angesehen, den eigentlich vorgesehenen Appetizer Suveh Nux links liegen gelassen und uns Varicella von 1999 gewidmet. Und: Meine Güte, was für ein Spiel!

Als eine Mischung aus Machiavelli und einem Innenarchitekten bezeichnet Duncan Stevens den Spielercharakter in seiner Review, und das trifft’s ganz gut. Die Story spielt in einem Paralleluniversum, das eine Welt dekadenter italienischer Stadtstaaten wie Piemont und Venedig mit SF-Technologie kreuzt. Der König ist tot. Es folgt ein grausames Geschacher, Taktieren und Bekriegen um den Thron, das Ganze gnadenlos getimed. Nur wer seine Gegner skrupellos ausschaltet und/oder geschickt gegeneinander ausspielt, hat die Chance, die Macht an sich zu reißen und nicht selbst ins Gras zu beißen.

Wir haben gut zwei Stunden im Palast verbracht und nur an der Oberfläche gekratzt. Replay-Value ist hier kein Feature, sondern Gesetz. Man muss mehrfach durch die Hölle gehen, um eine Ahnung eines Lichts am Ende des Tunnels zu haben. Dabei ist die Prosa wunderbar stimmungsvoll und sarkastisch und die Spielewelt sehr komplex implementiert. Die Nichtspieler-Charaktere sind äußerst eindrucksvoll. Kurzum: Wir waren ziemlich begeistert!

Hätten Dr. Bier und ich uns nicht, den Lobpreisungen nacheilend, zuerst auf Cadres wohl bekanntestes Werk “Photopia” gestürzt, sondern auf Varicella, wir hätten ihm zu Füßen gelegen. Varicella ist ein absoluter Höhepunkt in meiner Karriere als IF-Spieler.

Unserem Plan nach, nur im Notfall Spiele über mehrere Abende zu strecken, begibt sich nun jeder Interessierte in seine private Hölle, und nächste Woche spielen wir (so TSUE stattfindet, wird noch geklärt wegen dem glok.fest) was anderes. Wegen mir gerne den gesamten Adam Cadre-Backkatalog! Drüber diskutiert wird hier.

Diese Woche bei The Small Underground Empire

Scheinbar kommt der Sommer nun doch. Davon völlig unbeeindruckt treffen wir uns wie jeden Donnerstag in unserem Dungeon der Imagination (vor Ort im iRRland oder im Internetz), um gemeinsam Textadventures, oder Interactive Fiction, zu spielen.

Es scheint sich ein neuer Modus Operandi herauszuschälen, ein kuzes und ein längeres Spiel zu spielen, ähnlich Vorfilm und Hauptfilm bei einem Kinoabend. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf Adam Cadre, einem der einflussreichsten Autoren der Szene. Wir werden uns sein vielgerühmtes 1999er Werk “Varicella” vornehmen, über das Duncan Stevens schrieb:

“Twisted, bleak, and filled with dark humor, Varicella is perhaps the most disturbing work of IF ever written–but it’s also one of the best. You’re the Palace Minister in an Italian court, the king has just died, the prince isn’t yet ready to take power, and you have to cement your hold on power by bumping off your fellow aspirants to the throne. The PC is a fascinating character, a cross between Machiavelli and an interior decorator, and while the various NPCs aren’t quite as interesting–most of them run the gamut from very evil to very very evil–unraveling the various palace intrigues makes for plenty of nasty fun. Varicella is not, however, meant to be solved in one try; there are so many things to do in so little time that saved games are unlikely to be useful (though it’s not a major drawback, since the game lasts less than 100 moves). The writing is top-notch, the puzzles are ingenious, and the game’s world is vividly conveyed, but it’s the ending, which forces the player to take another look at everything that’s come before, that makes this an instant classic. Unedifying, to be sure, but brilliant.”

Als hors d’oeuvre spielen wir voraussichtlich Suveh Nux von David Fisher, ein liebevoll gemachtes One-Room-Game (“You play a magician’s servant who gets trapped in your master’s vault; you’ll need to learn some of his tricks if you want to get out.”)

Weitere Infos zur Veranstaltung hier

iRRland, Bergmannstr. 8, Donnerstag, 26.7.2012, 19 Uhr. Tram 18/19 bis Schrenkstr.